Episode 1
Cardinaux: Der Funke
Emil Cardinaux malte 1907 das Zermatt-Matterhorn-Plakat — und erfand damit eine Bildsprache, die bis heute gültig ist. Vier Farben. Vier Wörter. Ein Berg.
Episode 2
Die Sehnsucht nach den Bergen
Martin Peikert malte seine eigene Tochter an den Engadin-Himmel — Marie-Thérèse, 22 Jahre alt, Walliserin, und sie liebte diesen Hut. Walter Herdeg entwarf 1937 das Plakat für St. Moritz — und gleichzeitig ein Sonnen-Logo, das bis heute das Markenzeichen des Ortes ist.
Episode 3
Baumberger: Ein Chamäleon
Als das PKZ-Plakat 1923 in Zürich aufgehängt wurde, fragten Passanten beim Auftraggeber nach — ob sie das Foto für eigene Zwecke verwenden dürften. Es ist kein Foto. Es ist ein Steindruckplakat von Otto Baumberger.
Episode 4
Der Zauber der Dinge
Eine Zahnbürste. Ein Glas. Eine Zahnpastatube. Das ist alles. Kein Mensch, kein Lifestyle, keine Geschichte. Niklaus Stoecklin und die Basler Schule haben damit eine Bildsprache erfunden, die Apple achtzig Jahre später neu erfand.
Episode 5
Leupin: Der witzige Verführer
Ein Papagei. Auf einem Fahrrad. Mit einem Strohhalm. Herbert Leupin wusste: Humor im Plakat ist die höchste Form gestalterischer Intelligenz. Denn ein Millimeter daneben — und der Witz fällt flach.
Episode 6
Ein Paradies mit Bahnhof
1922 war das gelbe Postauto noch eine Attraktion. Die Schweiz erschloss sich selbst — und jeder Schritt bekam ein Plakat. Von der Bergbahn zum Flugzeug: das Plakat hat jeden Schritt begleitet und aus dem Postauto ein Abenteuer gemacht.
Episode 7
Die Frau, die lächelt
Verführung. Identifikation. Manchmal Provokation. Die Frau in der Schweizer Plakatkunst — von der Femme du monde am Strandbad bis zur Frau, die 1958 direkt in die Kamera schaut und nichts erklärt. Diese Plakate sind ein Spiegel. Das ist Kulturgeschichte.
Warum ich sammle:
Interview mit Beatrice Müller
Was bringt jemanden dazu, Tausende von Plakaten zu sammeln — und nie mehr aufzuhören? Beatrice Müller, Sammlerin und Initiatorin von ViPArt, spricht über ihre Sammlung und warum das Schweizer Plakat ein vergessenes Kulturerbe ist, das es verdient, wieder gesehen zu werden.
Produktion:
Artifiche AG Zürich
Produzentin:
Beatrice Müller
Konzept, Drehbuch und Regie:
Florian Leupin
Kamera, Schnitt und Post:
Adrian Aeschbacher
mit der freundlichen Unterstützung von
Museum
für Gestaltung
Zürich